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Welche Dachziegel soll ich für die Eindeckung meines Daches verwenden?

Mehr als 100 verschiedene Dachziegelmodelle stehen zur Auswahl

Mehr als 100 Dachziegel gibt es zur Auswahl...

18.05.2017     Fachliche Themen    Bedachungsarten, Beton, Dachziegel, Schiefer, Ton

Wer das Dach seines Eigenheims neu eindecken möchte steht heutzutage vor einer großen Auswahl an verschiedenen Dachziegelmodellen. Mehr als 100 verschiedene Dachziegel und Dachsteine in den unterschiedlichsten Farben und Oberflächen stehen dem Bauherrn zur Auswahl. Ausschlaggebend für die passende Wahl der Dacheindeckung ist neben dem persönlichen Geschmack und den örtlichen Bauvorschriften, vor allem die Dachneigung. Die Dachneigung beschreibt das Gefälle oder die Steilheit des Daches und wird üblicherweise als Winkel in Grad angegeben.

Welche Ziegel sind für die Dachneigung meines Gebäudes geeignet?
Das Dachgefälle hat Einfluss auf die Art der Dacheindeckung – nicht jeder Dachziegel ist für die Eindeckung unterschiedlicher Dachneigungen geeignet. Umso kleiner die Dachneigung, desto höher die Gefahr, das Regen oder Schnee unter die Dacheindeckung gerät. Dies kann zur Folge haben, dass bei falscher Bedachung der komplette Dachstuhl beschädigt wird. Deshalb gibt es die sogenannte Regeldachneigung. Dabei handelt es sich um die unterste Dachneigungsgrenze bei der sich in der Praxis eine Dachdeckung als regensicher erwiesen hat. Dabei unterscheiden wir zwischen:

  • Flachdach (0° bis 10 ° Dachneigung)
  • Fachgeeignetes Dach (10° bis 22° Dachneigung)
  • Steildach (22° bis 30° Dachneigung)

Beispiele von Eindeckungsmöglichkeiten für die passenden Dachneigungen:

  • Naturschiefer, je nach Deckart (ab >= 22°)
  • Doppelmuldenfalzziegel (ab >= 25°)
  • Betondachsteine (ab>= 22°)
  • Flachdachpfanne (ab >=22°)
  • Metaldacheindeckungen (Kupfer, Stahl, Aluminium ab 7°)
  • Bitumenschnindeln (15° bis 85°)

Welche Arten von Dachziegel oder Eindeckungsmöglichkeiten gibt es?
Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt und sind in den unterschiedlichen Farben erhältlich.

Beispiel für Biberschwanzziegel

Biberschwanzziegel
geeignet für Dachneigungen ab 30°

Die Biberschwanzziegel gibt es in unterschiedlichen Schnittformen. Der Klassiker ist dabei der Rundschnittbiber (siehe Abb.). Der Dachziegel ist auch im Geradschnitt, Sechseckschnitt, Segmentschnitt und Gotikschnitt erhältlich. Diese Ziegel werden heute häufig für die Doppeldeckung und Kronendeckung verwendet. In bestimmten Regionen Deutschlands ist die Eindeckung mit Biberschwanz traditionell und gehört zu den Bauvorschriften der Region.

 

Beispiel für Betondachsteine

Betondachsteine
geeignet für Dachneigungen ab 22°

Betondachsteine sind so genannte Formsteine und werden industriell im Strangpressverfahren speziell für Dächer hergestellt. Sie sind eine häufig verbreitete Dacheindeckungsvariante in Deutschland. In unserer Region ist wohl die Frankfurter Pfanne am bekanntesten.

 

Beispiel für Flachdachpfanne

Flachdachpfanne
geeignet für Dachneigungen ab 22°

Dachziegel der Kategorie Flachdachpfanne, werden aus Ton gefertigt. Sie sind, wie der Name bereits sagt, besonders für geringe Dachneigungen geeignet. Ihre gute Form und zuverlässige Funktion, bietet einen sehr guten Schutz und Tragsicherheit bei Schall, Sturm, Regen, und Schnee. Die Dachziegel werden bereits seit mehr als 50 Jahren zur Dacheindeckung von Dächern mit geringer Neigung genutzt.

 

Beispiel für Metalldach

Metalldächer
geeignet für Dachneigungen ab 7°

Bei Metalleindeckungen werden in der Regel Aluminium, Kupfer und Zink verwendet. Durch ihre Oberflächenbeschaffenheit, kann es bei Metalldächern - durch das leichte abrutschen des Schnees, zu keiner Überbelastung führen. Da Metalldächer absolut dampfundurchlässig sind, muss bei der Eindeckung auf eine durchlüftete Konstruktion geachtet werden. Metalleindeckungen sind besonders für Dächer mit geringer Neigung geeignet.

 

Beispiel für Schieferdach

Schieferdächer
geeignet für Dachneigungen von 22°

Schiefer ist ein Naturstein und für die Eindeckung besonders aus ökologischer Sicht wertvoll. Bei der Schiefereindeckung gibt es mehrere Formen, die genutzt werden: Schuppe, Rechteckformat, Spitzwinkel- und Bogenschnittplatten. Da Schiefer individuell spaltbar ist, bietet der Naturstein kreative Eindeckungsmöglichkeiten. Durch die, von Abbaugrube zu Abbaugrube, unterschiedlichen Bestandteilmengen von Schwefel, Kupfer- oder Eisenoxyden, sind Schiefereindeckungen auch in unterschiedlichen Farben möglich. Jedoch sind nicht alle für eine Dacheindeckung in unseren Breitengraten geeignet.

 

Neben den hier aufgeführten Dachziegel bzw. Eindeckungsmöglichkeiten, besteht natürlich noch die Möglichkeit, das Dach mit anderen Materialien einzudecken. So sind beispielsweise gerade im Norden Dächer aus Reet und Stroh sehr beliebt. Aber auch Glas und Holz sind für die Eindeckung eines Daches geeignet.

Gerne beraten wir Sie ausführlich zur optimalen Bedachung Ihres Gebäudes. Wir erläutern in einem persönlichen Gespräch sämtliche Vor- und auch Nachteile Ihrer Wunscheindeckungen. Wir zeigen Ihnen welche kreativen Möglichkeiten es gibt, das Dach stilvoll einzudecken.

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